Weihnachtskonzert 2015


Weihnachtskonzert 2015

Alle zwei Jahre wieder …
… kommt nicht nur das Christuskind, sondern veranstaltet auch der Polizeichor Marburg sein traditionelles Weihnachtskonzert. 

Da es in Marburg sehr viele Chöre gibt, vom Kinderchor bis hin zum Bach-Chor, heißt es frühzeitig zu planen und zu werben, denn die vier Wochenenden vor Weihnachten sind vollgestopft mit Konzerten der unterschiedlichsten Art und das geschätzte Publikum hat die Qual der Wahl. 

Nun hat es sich im Laufe der Zeit in Marburg rumgesprochen, dass der Polizeichor stets bemüht ist, ein buntes, kurzweiliges und ansprechendes Programm zu bieten. Und so steht  für viele Marburger schon bei den ersten Ankündigungen fest: „Da mache mer uns hin!“

Und so kam es auch. Obwohl der Konzertbeginn in der Kirche „St. Peter und Paul“ (günstig in der Innenstadt gelegen!) auf 17 Uhr festgesetzt war, waren die fast 550 Plätze schon um 16.30 Uhr besetzt so dass das Auditorium mehrmals aufgefordert werden musste, mehr auf Tuchfühlung zu gehen, damit  weitere Zuhörer Platz finden konnten. Als gar nichts mehr ging, mussten auch die Messdiener-Plätze neben dem Altar dran glauben.

Den Anfang des Konzerts machte der Polizeichor unter der bewährten Leitung von Klaus Fillsack mit „Herbei o ihr Gläubigen“ (Adeste fideles), gefolgt von „Freu dich, o Welt!“ in einem Chorsatz von Wolfgang Lüderitz und „Jerusalem“. Das um 1870 von Stephen Adams als ‚The holy city‘ komponierte Stück boten wir in der Bearbeitung von Fritz Ihlau mit dem deutschen Text von Julie Winter. In diesem Stück kam unser 2. Vorsitzende, Matthias Ludwig, als Solist zum Einsatz.  Polizeivizepräsident Peter Kreuter vom PP Mittelhessen kommentierte: „Bei der Interpretation dieses Lied Liedes lief es mir eiskalt den Rücken runter!“ 

Übrigens: Bei diesem Block wurde der Polizeichor von Natalia Barilova am Klavier begleitet. 

Weiter ging es mit den „Neuen Tönen“ aus Ebsdorf. Unter der Leitung von Jochen Mink fanden sich einmal Sängerinnen und Sänger zu einem Projektchor zusammen aus dem sich, weil Singen halt Spaß macht, der jetzige Chor mit seinen 70 Sängerinnen und Sängern entwickelte. Sie brachten eine (ich bezeichne es einmal als)  Kollage aus Liedern und passenden Texten zu Gehör. Die frische Darbietung der Lieder und die wohltuende Abwechslung von a capella und Klavierbegleitung kam beim Publikum sehr gut an. Neben bekannten Stücken wie „Winter Wonderland“, „Christmas Lullaby“, dem schwungvollen „Here comes the light!“ überzeugte die junge Garde des Chores in einer choreographisch aufgepeppten Interpretation von „Mister Sandman“. 

„Vielsaitig um die Welt“ lautet das Motto unseres nächsten Gastes. Unter der Leitung von Melanie Jauch und Simone Pitz haben sich im Nachbarort Sarnau sieben Damen zusammengefunden, die sich mit Gitarre und Gesang ein Repertoire erarbeitet haben, das von geistlich – weltlich über schwungvoll – fröhlich bis hin zu mehrstimmig – anspruchsvoll reicht.  

In ihrem ersten Block brachten sie „Was nie ein Aug gesehen“ von Tor W. Aas, „Komm, jetzt ist die Zeit, wir beten an“ von Brian Doerksen und „Weihnachten, wir seh’n uns bald“. Dieses Lied von Lorenz Maierhofer  erzählt von einer Mutter, die sehnlichst ihren in der Ferne lebenden Sohn erwartet.

Weiter ging es wieder mit dem Polizeichor Marburg und „O Herr, gib Frieden“, dem altrussischen Kirchengesang ‚Tebje Pojem‘ von Dimitri Bortnansky in der Bearbeitung von Gus Anton  und dem bekannten „Trommellied“. Der Polizeichor brachte diesen Ohrwurm rhythmisch exakt ohne Percussion. 

Noch einmal nahm die Gruppe „Saitenwind“ vor dem Altar Platz. „Sternstunde für die Welt“. Das Stück mit der hoffnungsvollen Aussage stammt von Jochen Rieger. Flott ging es mit „Blessed the king who comes“ von Ian Smale weiter. Mit „Down in Bethlehem“, einer Pop-Ballade von Lorenz Maierhofer beendeten die sieben Damen ihren letzten Block. 

Natürlich durfte das Weihnachtslied aller Weihnachtslieder, Stille Nacht“ nicht fehlen. Der Polizeichor präsentierte es anschließend in der Fassung von Oswald Gilles. 

„Aus Zuhörern werden Sänger“ – so titelte die „Oberhessische Presse“ den letzten Programmpunkt unseres Konzerts. Gemeinsam mit der Gruppe „Saitenwind“ und den im Kirchenschiff verteilten Polizeichor-Sängern sangen unsere Gäste voll Inbrunst bekannte Weihnachtslieder. 

Obwohl unsere beiden Gastgruppen mit guten Leistungen brillierten, waren Stimmen aus dem Publikum zu hören, die etwas mehr „Polizeichor“ einforderten. Versprochen: Wir werden das beim nächsten Weihnachtskozert 2017 berücksichtigen!

Fazit: Frischer „Saitenwind“ gemischt mit „Neuen Tönen“ und kraftvollem Männergesang  brachten fast 600 Menschen in Weihnachtsstimmung (AM)

 

 

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