Weihnachtskonzert 2017


Weihnachtskonzert 2017

„Begeistertes Publikum sing mit“

so titelte die „Oberhessische Presse“ ihren Bericht über unser diesjähriges Adventskonzert. Wir hatten es bewusst auf einen frühen Termin (1. Advent) gelegt, mussten aber trotzdem wie in den vergangenen Jahren gegen eine Vielzahl ähnlicher Konzerte u. ä. ankämpfen. Ich glaube aber (und das ohne Überheblichkeit), dass wir aus dieser vielfältigen Angebotspalette als Sieger hervorgegangen sind: bis auf ein paar Einzelplätze war die Kirche rappelvoll.

Alle, die schon einmal eine solche Veranstaltung gestemmt haben wissen, welche Arbeit im Vorfeld geleistet werden muss: Schon gleich nach dem Adventskonzert 2015 hatte unser Jupp die Kirche für 2017 reserviert. Dann hieß es einen zweiten Chor, der auch einen Kontrast darstellen sollte, zu finden. Mit dem Frauenchor „Piano“ aus Marburg-Marburg wurde unser 1. Vorsitzender Dieter Oberländer fündig. Für den instrumentalen Teil war Klaus Fillsack, der gute Kontakte zur Marburger Musikschule pflegt,  zuständig. Aber o weh, die feierte just am gleichen Tag auch ein Jubiläum und konnte uns nicht helfen. Klaus Fillsack blieb aber am Ball und wurde beim Klarinetten-Ensemble der Musikschulen aus Marburg und Gießen fündig, das dann auch umgehend engagiert wurde. Die Teilnehmer hatten wir also und Klaus Fillsack fiel die Aufgabe zu, aus deren Angeboten ein Programm zu gestalten.

Jetzt kam der Chor ins Spiel: schon vor den Sommerferien fingen wir an, die alten Lieder aufzupolieren und die neuen einzustudieren.

Herrlich: Weihnachtslieder im Sommer! „Die spinnen, die Chorknaben!“ werden die Polizisten im Haus gedacht haben.

Langsam nahm alles Formen an, kleine „Aufhübscher“ wurden eingeplant (Orgelbegleitung Trommelbegleitung, Einsatz von Triangeln, Einsatz von Teelichtern, Illumination der Kirche), Plakate und Handzettel wurden entworfen, gedruckt und verteilt, die örtliche und überörtliche Presse wurde mit Text und Bild mit der Bitte um Veröffentlichung beliefert. Auch die Internetredaktion der Hessischen Polizei nahmen wir in Anspruch.

Inzwischen liefen auch die Beiträge der anderen Teilnehmer bei Klaus Fillsack ein und ein endgültiges Programm konnte gestaltet werden. Jetzt fehlte nur noch die Moderation: Informationen zu den Teilnehmern und den Stücken, weihnachtliche Geschichte  oder Gedicht, sonstige verbindende Worte. Nur nicht zu lang!

Die Generalprobe in der Kirche mit allen „Aufhübschern“ verlief reibungslos –es musste keine zweite Probe  angesetzt werden! Alles versprach ein  schöner  1. Advent  zu werden – wenn da nicht die Wettervorhersage gewesen wäre! Schnee!!!

Gut, der Schnee entpuppte sich als nicht dauerhaft – nur ein bisschen Matsch, der unsere treuen Zuhörer nicht davon abhielt, sich auf den Weg in die Kirche „St. Peter und Paul“ in der Marburger Biegenstraße  zu machen.

Eröffnet wurde das Konzert in der von Christian Amling lichttechnisch in Szene gesetzten Kirche von Brigitte Leppin an der Orgel mit Bachs „Jesu bleibe meine Freude“ dem sich der PC Marburg unter Klaus Fillsack mit „Sancta Maria“ in einem Satz von Johannes Schweitzer und „Ich bete an die Macht der Liebe“ in einem Satz von Gerhard Wind  anschloss. Nach der Begrüßung der Gäste und Ehrengäste (PP Mittelhessen, PD Marburg, OB Marburg, Pfarrer) durch den 1. Vorsitzenden Dieter Oberländer begab sich der PC Marburg aufs weihnachtliches Terrain mit „Wenn ich ein Glöcklein wär“ (Solo: Peter Nau und Gerhard Kobermann)  und „All night, all day“ (Solo: Jürgen Günther). Mit dem letzten Lied bekam der Polizeipräsident des Polizeipräsidiums Mittelhessen vom 1. Vorsitzenden stellvertretend für alle Polizistinnen und Polizisten den „Marburger Schutzengel“ überreicht. 

Mit dem „Andante cantabile – Sonate Nr.8“ von L. v. Beethoven brachte das Klarinetten-Ensemble der Musikschulen aus Marburg und Gießen unter der Leitung von Jan Kleinschmidt anschließend den Raum zum Schwingen.

„Einen scharfen Kontrast“, so die „Oberhessische Presse“, „zu den tiefen, weit tragenden Männerstimmen bildete der Frauenchor ‚Piano‘. Unter der Anleitung von Johann Lieberknecht sandten sie (mit ‚Maria durch ein Dornwald ging‘, ‚Es wird scho glei dumpa‘ und ‚ Bethlehem, du kleine Stadt‘) hohe, besinnliche Klänge in Richtung Kirchendecke. Das sorgte für Abwechslung“.

Der zweite Teil des adventlichen Konzerts wurde mit Bachs „In dulci jubilo“ durch Brigitte Leppin an der Orgel eröffnet. Nach einer kleinen Weihnachtgeschichte waren dann die Zuhörer dran (s. Überschrift!). Mit Orgelbegleitung sangen sie mehrere bekannte Weihnachtslieder mit „O du fröhliche“ als Krönung. Gerade das ist es, was die Zuhörer bei unseren Konzerten lieben: das gemeinsame Singen!

Mit „Es ist ein Ros entsprungen“ und dem „Gloria“ aus der Messe von Josef Rheinberger setzte der Frauenchor „Piano“ einen weiteren Akzent.

Noch einmal verzauberte das Klarinetten-Ensemble mit dem „Adagio“ von Remo Giazottzo und Tommaso Albioni einfühlsam das andächtige Publikum.

Mit dem Polizeichor Marburg trat der letzte Akteur auf die Bühne. Er eröffnete seinen Part mit dem „Trommellied“ in einem Satz von Wolfgang Lüderitz. Neu hierbei  war die Trommelbegleitung durch Philip Stauzebach. Es folgte der „Weihnachtszauber“ in einem Satz von Christian Siegler. Nach den Dankesworten stimmte der Polizeichor unter Klaus Fillsack zunächst Beethovens „Hymne an die Nacht“ an  um dann anschließend mit „Stille Nacht“ das Konzert stimmungsvoll ( nur Teelichter der Sänger erhellten den Raum) zu beenden.

Fazit: Zufriedene Akteure, begeistertes Publikum: Weihnachten kann kommen! (AM)

 

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