Rückblick: Polizeichor Marburg läutet die Adventszeit ein


Polizeichor Marburg läutet die Adventszeit ein

Unter dem Motto „Bürger und Polizei singen und musizieren zur Adventszeit“ hatte der Polizeichor zu seinem diesjährigen Adventskonzert in die Kirche „St. Peter und Paul“ in Marburg eingeladen. Und dieser Einladung waren so viele Menschen gefolgt, dass die Kirche mehr als voll besetzt war. Da es keinen Programmzettel gab, war es fast wie Weihnachten: man wusste nicht, mit was man überrascht wurde.

Der Polizeichor eröffnete den Nachmittag mit 43 Sängern unter der Leitung von Klaus Fillsack, mal stimmgewaltig, mal getragen, mal zart, mit „Herbei, o ihr Gläubigen“, „Tebje pajom“, „Wenn ich ein Glöcklein wär“ mit den Solisten Gerhard Kobermann und Peter Nau, und „Dona Maria“. Fillsack führte den Chor souverän durch die Chorstücke. Die Freude der Männer am Singen war im großen Kirchenraum mit seiner guten Akustik zu spüren.

Auch im zweiten Teil des Programms zeigte sich der Polizeichor in seiner ganzen Bandbreite: dem Publikumsliebling „Trommellied“, dem neu einstudierten „Weihnacht, frohe Weihnacht“. Die Melodie von Karel Svoboda entstammt dem Film „Drei Nüsse für Aschenbrödel“ und verlangte den Männern einiges ab. Das Highlight dieses Blockes war jedoch „Jerusalem“ mit Matthias Ludwig als Solist, dem man mit Bravo-Rufen für seine Leistung dankte.

Der Chor widmete dieses Lied, wie Hans Amling in seiner Moderation betonte, den in diesem Jahr verstorbenen vier Chormitgliedern.

Zwischen seinen zwei Auftritten überraschten Kilian Schmitt und Natalja Barinova    sowie der Gesangverein „Cäcilia“ aus Schröck mit dem gemischten Chor und dem Männerchor das Publikum.

Kilian Schmitt an der Klarinette und Natalja Barinova am Klavier schenkten dem Publikum zwei wunderschöne Stücke: das „Klarinettenkonzert-Adagio-2. Satz“ von W. A. Mozart und von Carl Stamitz das „Klarinettenkonzert Nr. 3 –Allegro“. Trotz sehr kurzer Übungszeit waren beide sehr gut aufeinander eingespielt und boten einen exzellenten Hörgenuss, für den sich das Publikum durch anhaltenden Beifall bedankte. Kilian Schmitt aus Frankfurt ist der Enkel eines Chormitgliedes und Natalja Barinova begleitet den Chor seit vielen Jahren bei einigen Liedern am Klavier. Bei diesem Auftritt konnte sie sich als Solistin zeigen.

Der gemischte Chor aus Schröck überzeugte bei seinen Beiträgen mit warmen und wohlklingenden Frauenstimmen, die sich sehr angenehm mit den tiefen Männerstimmen zu einem harmonischen Chorklang vereinten.

Unter der Leitung von Hans-Joachim Scholz brachten sie dem Publikum „Santo“, „Advent ist ein Leuchten“ von L. Maierhofer, „El noi da la mare“ von E. Cervera, „Stay with me Lord“ von M. Lettau als Geschenk mit.

Aber auch der kleine –aber feine- Männerchor der Cäcilia Schröck ließ es sich nicht nehmen und sang erstmals das neu einstudierte Stück „Improviso“. Mit tollen und anmutenden Harmonien verbunden mit großen Spannungsbögen  interpretierten sie diese Vertonung von Bepi de Marzi nicht nur überzeugend, sondern wählten hier das Original   in italienischer Sprache.

Nach so viel Chorgesang sollte das Publikum auch zu seinem Recht kommen: Gemeinsam mit Dr. Wolfgang Ratzka an der Orgeln intonierten sie mehrerer bekannte Weihnachtslieder und brachten damit fast das feste Gemäuer der Kirche zum Beben.

Mit dem „Stille Nacht, heilige Nacht“ entließen die Chöre das begeisterte Publikum in den ersten Advent. (AM /FILL)

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